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ARBONIA

Transformationsprozess der AFG verläuft planmässig

Neue AFG nimmt Form an – Bestätigung der mittelfristigen Wachstums- und Ertrags-prognosen – Impairments belasten Jahresergebnis

 

A l t s t ä t t e n, 15. November 2012 – Die AFG Arbonia-Forster-Holding AG, einer der führenden europäischen Bauausrüster, definiert das Kerngeschäft neu rund um Hülle und Innenraum von Gebäuden. Der entsprechende Umbau des Konzerns verläuft plangemäss. Er ist wie bereits angekündigt mit Impairments verbunden, welche auf das Konzernergebnis 2012 einen negativen Einfluss haben werden. Ab 2014 will die AFG wieder in allen Bereichen nachhaltig Wert generieren.

Daniel Frutig definiert anlässlich des Investorentags 2012 in Altstätten die Geschäftseinheiten der Bauausrüstung rund um Hülle und Innenraum von Gebäuden als Kerngeschäft der AFG. Organisatorisch ist dieses Kerngeschäft in den sechs Business Units Heiztechnik, Sanitär, Fenster, Türen, Profilsysteme und Küchen zusammengefasst. Die AFG konzentriert ihre Kernkompetenzen auf die Umsetzung von Produkten und Lösungen entlang der drei Megatrends Wohlbefinden, Sicherheit und Energieeffizienz.

Für die nicht mehr zu diesem neu definierten Kerngeschäft gehörenden Bereiche Kühltechnik, Präzisionsstahlrohre und Oberflächentechnologie werden strategische Optionen geprüft. Es besteht die Absicht, die Technologiebereiche mittelfristig einem neuen Eigentümer zu übertragen.

Verbunden mit der Festigung der Positionierung als führender Bauausrüster sind Investitionen in die operative Exzellenz, in technologische Innovation, in internationales Wachstum sowie ergänzende Geschäftsbereiche. Priorität kommt dabei der Erweiterung der Kompetenz in Lüftung/Kühlung zu. Die Lüftung schafft in idealer Weise die Verbindung zwischen Hülle und Innenraum.

Die Division Heiztechnik und Sanitär hat sich seit dem Erwerb der Kermi-Gruppe durch die AFG im Jahr 2001 zu einem erfolgreichen Pfeiler des Unternehmens entwickelt. Kermi, Arbonia und Prolux sind strategische Marken und werden von einer integrierten und effizienten Organisation getragen. Aufgrund der raschen Entwicklungen und Veränderungen in den Märkten sowie den Anforderungen, schneller Innovationen zu generieren und insbesondere in der Business Unit Sanitär das internationale Wachstum zu beschleunigen, werden die Verantwortlichkeiten per 1. Januar 2013 klarer zugeordnet.

Die aktuelle Organisation wird in eine „Business-Unit-orientierte“ Führung weiterentwickelt, wie dies bereits in den anderen Divisionen erfolgt ist. Knut Bartsch bleibt Sprecher der Division und Leiter der Zentralfunktionen; zum Leiter der Business Unit Heiztechnik wurde Dr. Roger Schönborn ernannt, zum Leiter der Business Unit Sanitär Dr. Klaus-Dieter Gloe.

Zudem wird sich die Division in den nächsten Jahren zu einem Kompetenzzentrum der Gebäudetechnik transformieren. Dabei sollen insbesondere die Fähigkeiten rund um Kälte, Lüftung kombiniert mit innovativen Formen der Wärmeerzeugung, Speicherung, Regulierung und Verteilung zu einer Gesamtlösung entwickelt werden.

Die Division Fenster und Türen hat mit dem Erwerb des führenden polnischen Fensterherstellers Dobroplast einen bedeutenden Schritt in Richtung Internationalisierung und Umsetzung der Brückenkopf-Strategie gemacht. Dobroplast erzielte 2011 einen Umsatz von rund CHF 90 Mio. Der Kaufpreis kann vollständig aus liquiden Mitteln finanziert werden. Das Unternehmen beschäftigt rund 1200 Mitarbeitende und verfügt über mehr als 3000 Händler. Die EBITDA-Marge liegt über 10%.

Mit der Vernetzung von Produktion und Logistik sowie weiteren Investitionen soll die AFG ihre Position unter den führenden Fensterbauern Europas weiter stärken. Mit dem Kapazitätsausbau in Roggwil schafft die RWD Schlatter im Bereich Türen zudem die Voraussetzungen für das künftige Wachstum in der Schweiz und die Basis für die nachfolgende Internationalisierung.

Die Impairments und Veräusserungsverluste bei Aqualux, Warendorf und Corporate Center verschlechtern das Konzernergebnis 2012 um knapp CHF 40 Mio. Für die Business Units Kühltechnik, Präzisionsstahlrohre und Oberflächentechnologie sind weitere Impairments von CHF 40 bis 60 Mio. zu erwarten. Das organische Wachstum dürfte für das zweite Halbjahr 2012 etwas flach ausfallen, die bereinigte EBIT-Marge zeigt eine ansteigende Tendenz.

CEO Daniel Frutig zieht anlässlich des Investorentags eine positive Zwischenbilanz zur eingeleiteten Neuausrichtung des Konzerns. Die AFG ist sowohl finanziell als auch strategisch auf Kurs. Daniel Frutig bestätigt, dass bis 2013 die Basis für nachhaltiges Wachstum gelegt sei und ab 2014 alle Bereiche der AFG wieder Wert generieren würden. Finanzchef Felix Bodmer bestätigt als Ziele ab 2015 eine organische Wachstumsrate von 5% sowie eine EBIT-Marge von 8%. Der ROCE (Ertrag auf dem eingesetzten Kapital) soll 2015 10% betragen.


Kontakt
Daniel Frutig
Chief Executive Officer
daniel.frutig@afg.ch 

Stefan Kern
Head Corporate Communications
stefan.kern@afg.ch 

Medienmitteilung (PDF) 
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