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ARBONIA

Anhaltend schwieriges Marktumfeld bedingt tiefgreifende strategische, operative und finanzielle Massnahmen zur Repositionierung der AFG

  • Halbjahresergebnis 2015 enttäuschend: Organischer Umsatz von -4.6%, operativer Verlust (EBIT) vor Sondereffekten von CHF 2.9 Mio.; Stabiles Geschäft bei Gebäudetechnik und Gebäudesicherheit; Gebäudehülle mit starkem Gegenwind
  • Einmalkosten und Wertberichtigungen von CHF 122.5 Mio. belasten das Halbjahresergebnis
  • Anhaltender Kosten- und Importdruck im Schweizer Markt: Geplante Produktionsverlagerungen ins europäische Ausland bei den beiden Divisionen Gebäudehülle und Gebäudetechnik sichern langfristige Wettbewerbsfähigkeit in Europa
  • Kauf des deutschen Fensterherstellers Wertbau: Wichtiger Schritt zu einem führenden Fensteranbieter in Europa dank Zugang zu grösstem europäischen Fenstermarkt sowie zusätzlicher moderner und kosteneffizienter Produktionskapazität in Ostdeutschland
  • EgoKiefer bleibt führender Schweizer Fensteranbieter: Mehr als 500 Mitarbeitende sichern Service, Vertrieb, Entwicklung, Projektmanagement und höchste Produktqualität in der Schweiz
  • Finanzlage gestärkt: Geplante Kapitalerhöhung von ca. CHF 200 Mio.;  Bruttoemissionserlös von federführenden Banken zugesichert; Konsortialbanken bestätigen Kreditvereinbarung und verzichten temporär auf vereinbarte Kreditverpflichtungen
  • Ausserordentliche Generalversammlung zur Durchführung der ordentlichen Kapitalerhöhung für den 11. September 2015 geplant
  • Engagement des Ankeraktionärs Michael Pieper und seiner Artemis-Gruppe nachhaltig verstärkt: Verpflichtung zur Ausübung sämtlicher Bezugsrechte und volle Unterstützung der operativen und finanziellen Restrukturierungs- und Repositionierungsmassnahmen und der Unternehmensleitung
  • Gedämpfter Ausblick für Geschäftsjahr 2015: Restrukturierungskosten für geplante Produktionsverlagerungen belasten zusätzlich und werden voraussichtlich zu einem Konzernverlust von CHF 160 – 190 Mio. führen
  • Mittelfristziel reflektiert Ergebnisse der geplanten Massnahmen: Geplantes EBITDA 2018 von über CHF 100 Mio. schafft Basis für Dividendenfähigkeit

 

Arbon, 13. August 2015 – Das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld und die anhaltende Frankenstärke führten im ersten Halbjahr 2015 bei der AFG Arbonia-Forster-Holding AG zu einem organischen Umsatzrückgang von 4.6% auf CHF 425.1 Mio. und einem EBIT vor Sondereffekten von CHF -2.9 Mio. (Vorjahr CHF 8.3 Mio.). Der Verwaltungsrat plant umfassende strategische, operative und finanzielle Restrukturierungs- und Repositionierungsmassnahmen. Die Produktionskapazitäten in der Schweiz sollen deutlich reduziert und ins europäische Ausland verlagert werden. Mit dem Kauf des ostdeutschen Fensterherstellers Wertbau wird die Division Gebäudehülle gestärkt und die Basis für eine europäische Marktführerschaft gelegt. Dabei bleibt EgoKiefer der führende Schweizer Fensteranbieter, der mit mehr als 500 Mitarbeitenden Service, Vertrieb, Entwicklung, Projektmanagement und höchste Produktqualität in der Schweiz sichert. 

Die Bilanz der AFG wurde einem Wertberichtigungstest unterzogen. Die entsprechenden Abschreibungen auf dem Goodwill, den Sachanlagen und immateriellen Anlagen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der im März kommunizierten Produktionsverlagerung führten im ersten Halbjahr zu einer ausserordentlichen Einmalbelastung von CHF 122.5 Mio. Um finanzielle Flexibilität sowie die Voraussetzungen für die langfristig erfolgreiche Umsetzung der geplanten Restrukturierung und Repositionierung zu schaffen, stellt der Verwaltungsrat den Aktionärinnen und Aktionären am 11. September 2015 anlässlich einer noch einzuberufenden ausserordentlichen Generalversammlung den Antrag zur Durchführung einer ordentlichen Kapitalerhöhung im Umfang von ca. CHF 200 Mio. Die federführenden Banken haben der AFG das Emissionsvolumen bereits fest zugesichert - vorbehältlich marktgängiger Bedingungen. AFG-Ankeraktionär Michael Pieper und seine Artemis-Gruppe unterstützen die geplanten Massnahmen. Sie bestärken ihr Engagement, indem sie die vollständige Ausübung der ihr im Rahmen der ordentlichen Kapitalerhöhung zustehenden Bezugsrechte zusichern und zusätzlich in Betracht ziehen, ihren Anteil am Aktienkapital der AFG weiter zu erhöhen. Der Verwaltungsrat erwartet für 2015 einen Konzernverlust nach Einmalaufwendungen von rund CHF 160 – 190 Mio. Als Mittelfristziel 2018 avisiert die AFG ein geplantes EBITDA von über 100 Mio. und schafft damit die Basis für künftige Dividendenzahlungen.

 

Kontakt
Alexander von Witzleben
CEO und Delegierter des Verwaltungsrats

Fabienne Zürcher
Leiterin Corporate Communications
Tel. +41 71 447 45 54
fabienne.zuercher(at)afg.ch 

 

Medienmitteilung zum Download 
Kennzahlen 2015 
Factsheet Wertbau 
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