Mikro-Apartments: Warum kleine Wohnräume in Städten immer wichtiger werden
Wunderflat, Smartment oder Behomie? Hinter diesen Namen versteckt sich ein neuer Wohntrend, der vor allem im urbanen Raum immer mehr an Bedeutung gewinnt: sogenannte Mikro-Apartments.
Der Bedarf an kleinen, bezahlbaren Wohneinheiten im städtischen Raum ist so hoch wie nie: Über 40 Prozent der Haushalte in Deutschland sind Single-Haushalte. Steigende Mietpreise und ein Mangel an Wohnraum machen es für die Bewohner der Städte immer schwieriger, eine passende Wohnung zu finden. Um diesem Problem entgegenzuwirken, setzen Investoren und Architekten zunehmend auf neue Wohnkonzepte wie Mikro-Apartments. Die kleinen Apartments sind besonders bei Studierenden oder Pendlern sehr beliebt, stoßen aber auch zunehmend bei anderen Bevölkerungsgruppen auf großes Interesse.
Wohnen und leben im Mikro-Apartment: Wie funktioniert das?
- Sie bestehen immer nur aus einem Raum.
- Sie besitzen eine Größe von 14 bis 35 Quadratmetern.
- Sie sind besonders zentral gelegen und verfügen über eine gute Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel.
Bei einer so kleinen Größe ist auch bei der Einrichtung Kreativität gefragt: In vielen Praxisbeispielen kommen multifunktionale Möbelstücke zum Einsatz, die nach Nutzung entweder leicht zu verstauen sind oder sich umfunktionieren lassen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des „Micro-Livings“: Die Apartments sind häufig Teil eines größeren Komplexes, der mit weiteren zusätzlichen Angeboten wie Fitness-Räumen, Dachterrassen oder Gaming-Räumen ausgestattet ist. Auch regelmäßige Hausevents, Co-Working-Spaces oder Gemeinschaftsküchen gehören oft zum Konzept dazu. Mikro-Apartments bieten also nicht nur hochwertiges Wohnen auf kleinem, zentral gelegenem Raum, sondern verfügen außerdem innerhalb des Gebäudekomplexes über eine Vielzahl von zusätzlichen Angeboten.
Kleiner Wohnraum, große Lösung: Unsere besten Tipps zur Gestaltung kleiner Räume
- Flexible Einrichtung ist ein Muss. Mit speziell angefertigten Möbeln, die sich einfach verstauen oder umfunktionieren lassen, gewinnen Sie eine Menge Platz und Flexibilität hinzu.
- Licht schafft optisch mehr Raum. Mit verschiedenen Lichtelementen wie bodentiefen Fenstern, verteilten Lichtquellen im Raum und lichtdurchlässigen Materialien sorgen Sie in der Wahrnehmung für ein paar extra Quadratmeter. Auch Spiegel oder Türen sind dabei hilfreich.
- Nutzen Sie den gesamten Raum, der Ihnen zur Verfügung steht – auch nach oben! Eine beliebte Lösung in Mikro-Apartments sind kleine Zwischengeschosse für Schlafmöglichkeiten oder besonders hohe Regale und Schränke.
- Sorgen Sie für Struktur und Tiefe. Optische Trennungen, zum Beispiel durch Raumteiler oder Schiebetüren mit Glasausschnitt, schaffen auch in einem kleinen Raum mehr Tiefe. Mehr zu unseren Schiebetüren lesen Sie hier.
Wie wohnt es sich eigentlich in Mikro-Apartments?
Mikro-Apartments sind ein immer stärker nachgefragtes Nischenprodukt des deutschen Immobilienmarktes. Während hierzulande bei dem Begriff Mikro-Apartments meistens nur an Wohnräume für Studierende gedacht wird, hat das „Micro-Living“ in den Metropolen dieser Welt überraschend große Vorteile für jede Altersgruppe. Mikro-Apartments können unterschiedlichen Wohnkonzepten folgen, doch bestimmte Merkmale haben sie alle: Sie bestehen aus nur einem Raum, sie sind etwa zwischen 14 und 35 Quadratmeter groß, sie liegen zentral und sie sind gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden.
Außerdem, und das unterscheidet sie von den Tiny-Houses, sind die Mikro-Apartments Teil eines ganzen Wohnkomplexes, der wiederum aus Kleinstwohnungen besteht. Die Unterschiede zwischen einzelnen Mikro-Apartments sind zumeist konzeptioneller Art. So gibt es welche, die sich auf einen sozialen und nachhaltigen Lifestyle spezialisieren. Im Co-Living liegt die Vernetzung aller Bewohner*innen im Fokus. Zusätzlich zum Wohnraum stehen hierfür gemeinschaftliche Sportanlagen, Kinos, Bibliotheken, Lounges oder Car-Sharing-Stationen im Gebäudekomplex zur Verfügung. Die zweite Konzeptkategorie der Mikro-Apartments ist stärker serviceorientiert. Hier tragen Reinigungs- und Waschdienste, WLAN-Zugänge sowie integriertes Mobiliar zur Erhöhung des Wohnkomforts bei.
Von West nach Ost: Zukunftsweisende Praxisbeispiele
In einer Metropole wie New York City, wo Mietpreise kein Limit haben, sind bezahlbare Mikro-Apartments besonders begehrt. Ein vielfach ausgezeichnetes Mikro-Apartment-Projekt ist das „Carmel Place“ in New York City. Geplant wurde der Komplex von dem Brooklyner Architektenbüro nARCHITECTS. Es ist ein modular angelegtes Gebäude mit sieben bis zehn Stockwerken.
Die Wohnräume sind zwischen 22 und 33 Quadratmeter groß und bestechen mit ihrem hellen, funktionalen und minimalistischen Design. Tische können aus- oder hochgezogen werden und Schränke verwandeln sich in Sofas oder Betten. Die weißen Töne, das helle Holz und die bodentiefen Fenster lassen die Räume größer wirken. Carmel Place verfügt über einen Fitness- und Gamingraum sowie über eine Lounge mit Anbindung zur Dachterrasse. Darüber hinaus gibt es einen Social Club, der Aktivitäten für die Hausbewohner*innen plant. Zusätzlich kann von dem Housekeeping-Service Hello Alfredo profitiert werden.
Auf der anderen Seite der Welt entstand im Jahr 2021 das Wohngebäude „LIFE“ im Trendviertel Gangnam in der Hauptstadt von Südkorea. Es ist 16 Stockwerke hoch und beherbergt 140 Mikro-Apartments. Der Architekt Ian Lee hat in Zusammenarbeit mit der Co-Working Agentur Fastfive für ein nachhaltiges und zeitloses Interior Design in den 16 bis 23 Quadratmeter kleinen Wohnungen gesorgt. Die Apartments sollen gemütlich und komfortabel sein, aber zugleich Raum für die Persönlichkeit der Bewohner*innen bieten.
Zur Erreichung dieser Ziele bestehen die Mikro-Apartments überwiegend aus Birkenholz und lichtdurchlässigen Materialien. So lässt es sich mit der Aussicht auf die Großstadt wie in einem gemütlich-urbanen Baumhaus wohnen. Um das Co-Living-Konzept für die Bewohner*innen zu stärken, sind im LIFE-Wohnkomplex verschiedene Gemeinschaftsräume integriert, wie zum Beispiel Co-Working-Spaces, eine Lounge, eine Sportarea, eine Dachterrasse und eine Gemeinschaftsküche. Das Hauspersonal plant für eine dynamische und miteinander verbundene Community wöchentliche Events und Themenabende.
Smarte Wohnung, smarte Türen: Innovativ Wohnen mit SmartDOORS
Wer in einer kleinen, platzoptimierten Wohnung wohnt, möchte auch beim Wohnungszugang keine Abstriche machen. Für mehrgeschossige Wohnkomplexe, in denen viele Parteien wohnen, sind digitale Zutrittssysteme die ideale Lösung. SmartDOORS sind Zugangslösungen mit integrierter digitaler Zugangstechnologie, die per Smartphone oder Transponder gesteuert werden. Wohnungseingangstüren, Keller-, Waschraum- und Garagenzugangstüren bis zu Paketraumtüren und Laubengangtüren lassen sich so – wie von Geisterhand – öffnen und schließen. Auch Handwerkern, Paketboten oder anderen Besuchern kann ein zeitlich befristeter Zugang erteilt werden. Die SmartDOORS bieten Ihnen Wohnkomfort und maximale Sicherheit. Mehr zu unseren SmartDOORS erfahren Sie hier.